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Dr. Alexandra Jorzig
im Interview

Wer bist Du und wie beschreibst Du Deinen Drive im Bereich digitaler Medizin, Deine Rolle?

Ich bin Fachanwältin für Medizinrecht und zugleich Professorin für Gesundheits- und Sozialrecht. Im Rahmen dieser Tätigkeiten befasse ich mich u.a. viel mit der Beratung von Startups, der Implementierung von Telemedizin und insgesamt mit den rechtlichen Fragen rund um Digitalisierung der Medizin und Datenschutz. Zudem wirke ich selber in einem Forschungsprojekt zu KI im therapeutischen Bereich mit und publiziere viel zu diesen Themen.

Was ist Dein USP, Dein Alleinstellungsmerkmal? Was exakt findet in Deinem Alltag schon alles digital statt? Wo schafft die Digitalisierung damit einen Mehrwert?

Dass ich zu den wenigen Jurist*innen gehöre, die nicht sagt, es geht nicht, sondern die stets nach einer Lösung sucht. Ganz frei nach Hermann Hesse „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“

Wo siehst Du die größten Chancen und das größte Potenzial in der Digitalisierung der Gesundheit? Wieso? 

Die größten Chancen sehe ich in der größeren Präzision und Schnelligkeit in der Diagnostik und Behandlung. Aber auch in digitalisierten Abläufen, die ein hohes Maß an Qualitätssicherung bieten, welches unerlässlich Für eine gute Behandlung ist. Zudem sehe ich darin die Stärkung des/r Patient*innen, die dadurch mehr und mehr ins Zentrum des Geschehens gerückt werden. Das Scannen an riesigen Darenmengen Innerhalb kürzester Zeit ist von Menschen nicht zu leisten, umso schöner, dass der Mensch sich hier die Technik zu Nutze machen kann.

Wo konkret siehst Du das größte Marktpotenzial in der digitalen Gesundheit in den kommenden Jahren und wieso?

Das größte Marktpotential sehe ich im Bereich der Diagnostik. Hier kann u.a. KI zu einer sehr viel schnelleren und präziseren Diagnose verhelfen. 

Was ist Dein konkreter Ratschlag an Gründer und Investoren im Bereich digital health? 

Gründer sollten unbedingt vor Start das Konzept unter medizinrechtlichen Aspekten prüfen lassen. Nicht selten kollidiert ein innovatives Vorhaben mit berufsrechtlichen Aspekten, da wir ein arztzentriertes Gesundheitssystem haben, in dem nicht ohne Weiteres originär Ärzten vorbehaltene Aufgaben durch digitale Tools ersetzbar sind.

Welche drei Events sind absolute MUSTs im Bereich Digital Health, würdest Du also dringend empfehlen?

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